Schluss! Aus! Vorbei! Jetzt aber! Endgültig!

Nach 10 Jahren schließen wir die Galerie R31 zum Ende des Jahres. Die Galerie wird also ab 2015 nur noch virtuell im weltweiten Netz bestehen. Herzlichen Dank an alle Künstlerinnen, Besucher und Sympathisantinnen! Danke für die Unterstützung, Mitarbeit und Zusammenarbeit, insbesondere Dank an Joachim Markmann, Dr. Franziska Giffey, Dr. Dorothea Kolland und Ilka Normann, um nur einige namentlich zu nennen.

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Schluss! Aus! Vorbei! - Nicht ganz, aber doch ziemlich!

Denn wir bleiben mit unserem Büro/ Atelier in der Reuterstr. 31. Die letzte Ausstellung in der Galerie geht am 20.12.2014 zu Ende.
Wir selbst sind gespannt, was danach kommt und was uns die weitere Zukunft bringt …



Im Januar 2015 eröffnete [in den Räumen der früheren Galerie R31]:

HilbertRaum

Reuterstr. 31, 12047 Berlin
Fr 18–22 Uhr, Sa+So 14–20 Uhr


HilbertRaum ist nach dem unendlich dimensionierten Hilbertraum benannt, einem Konzept des Mathematikers David Hilbert. Er repräsentiert eine offene, nicht festgelegte und sich weiter entwickelnde Struktur der Selbst-Organisation, die das Unerwartete erwarten lässt. --> www.hilbertraum.org



Bild "Archiv:R31-201008-oT-1-web.jpg"Liebe Kunstinteressierte,
Liebe Kunst- und Kulturschaffende,
Liebe Freunde,

Willkommen

auf der Website der Galerie R31.

hier gibt es Wissenswertes zu den Projekten und Ausstellungen in der Galerie R31
--> Stadtplan Berlin.

Die Galerie R31 wird seit Anfang 2005 von den beiden Künstlern Denise S. Puri und Klaus Bortoluzzi organisiert. Die monatlich wechselnden Ausstellungen zeigen vor allem internationale Kunst aus Neukölln . Die Galerie beteiligt sich regelmäßig an den Neuköllner Kunst- und Kulturaktionen „Frühlingserwachen“, 48 Stunden Neukölln und „Advents-Parcours“.

Die Galerie R31 ist eine von Künstlern geführte nicht gewinnorientierte Produzentengalerie. Einige Jahre (2004-2008) wurden die Ausstellungen in der Galerie R31 vorwiegend durch öffentliche Zuwendungen finanziert.

Aktuell werden die Ausstellungen der Galerie R31 ermöglicht durch Unterstützung von
- Hausverwaltung Markmann
- Peter Hufschmidt, Möbel und Montagen
- die beteiligten Künstlerinnen und Künstler, die unbezahlt die Öffnung der Galerie für Kunstinteressierte ermöglichen und mit ihren Einkünften zur Deckung der Betriebskosten der Galerie beitragen

Unter der Rubrik Aktuell finden Sie / Ihr Informationen zu aktuellen Projekten und Ausstellungen.

Die Rubrik ..07 enthält das Archiv zum Projekt --> Vom Künstler zum Kurator

und Rubrik 2004-06 enthält einen Überblick über Projekte und Ausstellungen --> seit 2004



Die „Galerie R31“ ist eher zufällig als Ergebnis einer Reihe von geförderten Projekten entstanden. Am Anfang stand ein zeitlich eng begrenztes Projekt, die „galerie temporaire“ (2003/04), mit dem Ausstellungsmöglichkeiten in Schaufenstern von Gewerbetreibenden und leerstehenden Ladengeschäften geschaffen wurden. Dabei wurde der erste Kontakt mit dem Eigentümer der Reuterstr. 31, der Hausverwaltung Markmann, hergestellt. Seitdem ist die Hausverwaltung Markmann einer der wichtigsten Unterstützer und Partner zur Finanzierung der „Galerie R31“. Die Ausstellungsräume werden vom Eigentümer bis heute zu Betriebskosten und nicht zur marktüblichen Gewerbemiete zur Verfügung gestellt. Sehr schnell zeigte sich, dass durch die Vielzahl an Künstlern in Nord-Neukölln ein hoher Bedarf an Ausstellungsmöglichkeiten für zeitgenössische Bildende Kunst besteht.

Die bis Juli 2008 realisierten Projekte hatten entsprechend der Förderkulisse des Programms „Lokales Kapital für soziale Zwecke" ihren Schwerpunkt in der Fort- und Weiterbildung sowie Vernetzung von Bildenden Künstlerinnen in Nord-Neukölln. Die „Galerie R31“ diente hier als „Übungs- und Experimentierfeld“. Durch „Learning by doing“ wurde neben der „Hilfe zur Selbsthilfe“ vor allem die Kontinuität der künstlerischen Arbeit gefördert. Die Künstlerinnen konnten die eigenen Ansprüche definieren lernen, Kunst „anderen“ Gruppen näher bringen, Klischees und Vorurteile über Kunst, Künstler, Galerien und Galeristen hinterfragen und diskutieren.

In den letzten Jahren hat sich die Reuterstr. 31 immer mehr zu einem „Künstlerhaus“ entwickelt: mit einem Atelier im Seitenflügel und einer kreativen Nachbarschaft aus verschiedenen Bereichen, wie Fotografie, Mode, Design, Theater, Musik, Tanz und Performance. Seit etwa 4 ½ Jahren existiert die „Galerie R31“ in der heutigen Form unabhängig von öffentlichen Förderungen unter der Leitung von Klaus Bortoluzzi und Denise Sheila Puri. Die „Galerie R31“ hat sich so zu einem Kunstort mit positiver Identitätsbildung für das Mietshaus und Nord-Neukölln entwickelt.

Die „Galerie R31“ besteht im wesentlichen aus zwei Räumen, einem Ausstellungsraum mit Schaufenster zur Straße und einem Verkaufsraum mit Fenster zum Hinterhof. Der hintere Raum ist als Kunst-Shop gestaltet, in dem mehrere Künstlerinnen verschiedenste Kunstprodukte, Unikate, Postkarten und Kleinserien zu erschwinglichen Preisen zum Verkauf anbieten. Die Betriebskosten der „Galerie R31“ werden über Verkäufe im Kunst-Shop erwirtschaftet. Aktuell tragen sechs Künstlerinnen und Künstler die Kosten für die Galerie: Klaus Bortoluzzi, Kuno Ebert, Sabina Flora, Denise S. Puri, Tamara Trölsch und Carolin Wachter. Die Öffnungszeiten der „Galerie R31“ werden mit dem unbezahlten Engagement der am Kunst-Shop Beteiligten und den ausstellenden Künstlerinnen gesichert. Die „Galerie R31“ versteht sich als eine von Künstlern geführte nicht gewinnorientierte Produzentengalerie.

Auf Grund seiner Entstehung als temporäres soziales künstlerisches Projekt hat die „Galerie R31“ eigentlich kein kunstwissenschaftlich fundiertes künstlerisches Konzept. Die „Galerie R31“ zeigt sich offen für nahezu alle Bereiche der zeitgenössischen Bildenden Kunst: Malerei, Zeichnung, Grafik, Fotografie, Skulptur, Objekte, Installation, Performance, Klangkunst, Video/ Film, aber auch für Literatur, Musik, Tanz und Theater. Die Möglichkeiten der Kunstpräsentation werden vor allem durch die räumlichen Gegebenheiten und fehlende technische Ausstattung begrenzt.

Bei Bedarf stehen die Galerieräume für Projekte der künstlerischen und kulturellen Bildung zur Verfügung. In der „Galerie R31“ sind Kurse der Volkshochschule Neukölln zu Gast, treffen sich Senioren oder präsentieren junge Menschen ihre eigene Kunst. Die üblichen Grenzen zwischen „akademischen Künstlern“ und „Autodidakten“ werden immer wieder aufgehoben. Die „Galerie R31“ ist keine Galerie im Sinne von Kunsthandel, sondern ein Ort, an dem Kunst in ihrer Vielfalt gezeigt wird. „Jeder Mensch ist ein Künstler“, in dem Sinne, dass für uns Kunst den Kern des Kreativen, des Schöpferischen und damit des Neuen darstellt. Jedoch nicht dahingehend, dass jeder Mensch Kunst machen kann oder muss. So erscheint die Kunst auch weniger eine Nische als der essentielle Kern der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Zwischendurch wird die „Galerie R31“ immer wieder zum künstlerischen Forschungsfeld. Die Entwicklung des Kunstwerks wird Teil der Präsentation, der Entstehungsprozess rückt in das Zentrum des künstlerischen Schaffens. So sind die Ausstellungen oder  Raumgestaltungen weniger als klassische künstlerische Installation zu verstehen, sondern als raumgreifende Inszenierungen und Interventionen.

Jede Form von Kunst und Kultur braucht Öffentlichkeit, daher liegt es Nahe der Kunst mit Mitteln des Marketing entsprechende Aufmerksamkeit zu verschaffen: in den Medien wie in der unmittelbaren Nachbarschaft. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der „Galerie R31“ werden Ausstellungs- und Veranstaltungshinweise im Internet (eigene Website, Kulturserver) veröffentlicht sowie Presse (Tagespresse, Stadtmagazine, KunstMagazin), Funk und Fernsehen informiert. In der Regel werden zusätzlich Postkarten als Einladung gedruckt und verteilt. Bei kurzfristigen Veranstaltungshinweisen werden Kunst- und Kulturinteressierte per Email eingeladen. Die Besucher der „Galerie R31“ sind Kunstinteressierte im weitesten Sinne: Nachbarn, Touristen, Kunst- und Kulturschaffende.

Mit ihren Ausstellungen nimmt die „Galerie R31“ regelmäßig an den Nord-Neuköllner kulturellen Events „Frühlingserwachen“, 48 Stunden Neukölln und „Advents-Parcours“ teil. So kann ein weit größeres Publikum erreicht werden als bei den Ausstellungseröffnungen. Die Besucherzahlen sind in den letzten beiden Jahren konstant oder auch leicht steigend. Nach eigenen Zählungen sind die Besucherzahlen beim großen Kunst- und Kulturfestival 48 Stunden Neukölln weit höher (2011: 1110 / 2012: 1170) als bei den kiezbezogenen Events „Frühlingserwachen“ (2011: 350 / 2012: 565 ) und „Advents-Parcours “ (2010: 210 / 2011: 270).


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